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Was ist Vorratsdatenspeicherung und wie wirkt sich dies auf Ihren Datenschutz im Internet aus?

What is Data Retention
Wenn wir im Internet surfen, glauben wir gerne, dass niemand genau weiß, was wir vorhaben und tun. Nun, das ist heutzutage nichts mehr als ein Wunschgedanke. Die meisten Regierungen zwingen ISPs und öffentliche / private Unternehmen durch Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung, um alle Arten von Benutzerinformationen zu überwachen und zu protokollieren, auf die die Behörden dann zugreifen können.

Aber was genau ist Datenspeicherung?“  Wenn Sie sich dies schon länger gefragt haben, ist dieser Artikel genau das Richtige für Sie, da wir dieses Thema besprechen, wie es in bestimmten Ländern gehandhabt wird und wie Sie sich davor schützen können.

Was ist Vorratsdatenspeicherung?

Die Vorratsdatenspeicherung ist der Prozess, durch den Regierungen und Unternehmen (insbesondere Telekommunikations- und Internetdienstanbieter) verschiedene Daten (normalerweise in Bezug auf Einzelpersonen) aufzeichnen und speichern. Heutzutage bezieht sich die Aufbewahrung von Daten mehr oder weniger auf die Art und Weise, wie Internetbenutzerdaten verarbeitet und gespeichert werden. Die meisten Unternehmen und staatlichen Institutionen haben eine Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung, in der beschrieben wird, wie sie dies angehen.

Verpflichtende Datenspeicherung

Einerseits ist die verpflichtende Aufbewahrung von Daten durch die Notwendigkeit gerechtfertigt, auf wichtige Informationen zuzugreifen und diese zu schützen – sowohl um Kundendienste anzubieten als auch um Datenverstöße, Datenlecks und Datenverlusten vorzubeugen. Sicherungen sind natürlich auch als Vorsichtsmaßnahme erforderlich, falls mit den Hauptdatenspeicherungssystemen etwas passiert.

Andererseits hat die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung eine andere, problematischere Definition.

Was genau ist die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung?

Die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung ist eine gängige Praxis zur Strafverfolgung, die von ISPs und Telekommunikationsanbietern die Speicherung von Benutzerdaten verlangt, wobei alle aufgezeichneten Informationen zur Verfügung gestellt werden müssen, wenn die Behörden dies verlangen.

Obwohl fast alle Benutzer-IPs in regelmäßigem Abstand geändert werden, müssen alle ISPs und Telekommunikationsanbieter alle ihre IP-Adressen für einen festgelegten Zeitraum aufzeichnen. Auf diese Weise können staatliche Stellen von Anbietern verlangen, dass sie jederzeit Informationen über die Identität der Person angeben, die eine bestimmte IP verwendet hat.

Dies kann sinnvoll sein, wenn die Behörden diese Informationen bei Ermittlungen im Zusammenhang mit Straftaten verwenden wollen, aber es gibt den Regierungen auch mehr Befugnis, die Bürger einfach zu überwachen und nimmt ihnen somit das Recht auf Privatsphäre im Internet.

Warum ist diese Art der verpflichtenden Vorratsdatenspeicherung so eine Sache, fragen Sie? Der Wortlaut der einzelnen Begründungen kann sich von Land zu Land unterscheiden, sie sind jedoch dem Grunde nach gleich: Terrorismus bekämpfen und schwere Straftaten verhindern / bekämpfen. Das macht zwar durchaus Sinn, ist aber auch ziemlich vage und lässt viel Interpretationsspielraum, was als Folge zu einem schweren Missbrauch Ihrer Persönlichkeitsrechte führen kann.

Wie wirkt sich die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung auf die Privatsphäre im Internet aus?

Stellen Sie sich das so vor: Wie würden Sie sich fühlen, wenn Sie wüssten, dass jemand jeden Ihrer Schritte im Internet beobachtet und auf ein Protokoll all Ihrer Interaktionen im Internet, Downloads und alles, was Sie gesagt haben, zugreifen kann?

Darüber hinaus stellt die Vorratsdatenspeicherung in vielen politischen Regimen (wie zum Beispiel Saudi-Arabien) eine erhebliche Bedrohung dar, bei der die Menschen immer dann auf Selbstzensur zurückgreifen müssen, wenn sie online sind. Andernfalls riskieren sie ernsthafte rechtliche Konsequenzen.

Mandatory Data Retention

Auch der Prozess des Speicherns einer derartig großen Informationsmenge ist kostspielig und erfordert teure Ausrüstungen. Und wenn Sie sich fragen, wer dafür bezahlt, ist die Antwort einfach: Die Regierung holt sich die Kosten von den Dienstanbietern und die wiederum verlangen von den Endkunden mehr, um ihre Kosten zu decken.

Zum Schluss wollen wir über Hacker-Versuche sprechen. Ihr ISP kann zahlreiche Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Daten geschützt sind. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass Ihre personenbezogenen Daten keinem Datenschutzverstoß (hier finden Sie ein anderes Beispiel) oder einem Leck ausgesetzt werden.

Gesetze über Vorratsdatenspeicherung

Die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung sind von Land zu Land unterschiedlich, sie haben aber im Allgemeinen das gleiche Ziel: Die digitale Welt auf Kosten der Privatsphäre und der Redefreiheit besser im Griff zu haben.

Wir werden uns hier einige der bekanntesten Beispiele aus aller Welt ansehen, aber wenn Sie eine detailliertere Liste wünschen, schauen Sie diese an.

Vorratsdatenspeicherung in der EU

Vor nicht allzu langer Zeit, im Dezember 2016, hat die EU eine wichtige Erklärung gegen die Vorratsdatenspeicherung herausgegeben und es für die Mitgliedstaaten als illegal erklärt, E-Mails oder andere elektronische Daten in großen Mengen zu protokollieren.

Die einzige Ausnahme von diesem Urteil gilt bei Verdacht auf schwerwiegende Bedrohungen der öffentlichen Sicherheit. Nur dann ist eine gezielte Überwachung und Vorratsdatenspeicherung legal. Dies ist jedoch mit einer wichtigen Erklärung verbunden: Die Person oder die Gruppe von Personen, auf deren Daten zugegriffen wurde, muss über den Überwachungsakt informiert werden, sobald sichergestellt ist, dass die Benachrichtigung darüber die Untersuchung nicht gefährdet. Darüber hinaus müssen nach Beendigung der Untersuchung alle gespeicherten Daten gelöscht werden.

Ab 2018 wurde auch die DSGVO (Allgemeine Datenschutzgrundverordnung) eingeführt, die Unternehmen weltweit dazu zwingt, strengere Datenschutzbestimmungen einzuhalten, wenn sie mit EU-Mitgliedern handeln, wodurch Internetnutzern aus der EU im Wesentlichen mehr Kontrolle über ihre Daten und ihre Privatsphäre gewährt wird.

Natürlich ist es erwähnenswert, dass die Einführung der DSGVO nicht dazu führt, dass Internetnutzer in der EU keine Form der Datenspeicherung oder gar Online-Überwachung mehr hinnehmen müssen. Es ist nur so, dass die Situation jetzt ein bisschen besser ist, wenn auch nicht viel.

Vorratsdatenspeicherung in Großbritannien

Benutzerdaten werden in Großbritannien bis zu einem Jahr protokolliert und aufgezeichnet. Durch den Gesetzesentwurf für Kommunikationsdaten (auch als “Snooper’s Charter” bekannt) wurden bestimmte Dinge verschärft, dies zwingt ISPs dazu, Benutzerdaten für Behörden zur Verfügung zu stellen und Polizeibeamten die Erlaubnis zugeben, Datenabfragen einmal pro Monat durchzuführen.

Es gibt jedoch auch einige gute Nachrichten – während Großbritanniens Austritt aus der EU offensichtlich in Konflikt mit der DSGVO und den weiteren Datenschutzgesetzen der EU steht, haben Oberste Gerichte entschieden, dass die „Snooper-Charter“ entsprechend den EU-Gesetzen angepasst werden muss.

Das bedeutet jedoch nicht, dass britische Internetnutzer plötzlich ein neues Datenschutzniveau genießen werden. In der geänderten Version werden wahrscheinlich zahlreiche Schlupflöcher verwendet, um die ursprünglich beabsichtigte Massenüberwachung weiterhin zu ermöglichen.

Vorratsdatenspeicherung in Australien

Bereits im Jahr 2017 trat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung in Kraft. Demnach müssen ISPs und Telekommunikationsanbieter die Metadaten australischer Mobilfunk- und Internet-Nutzern für bis zu zwei Jahre speichern. Wenn Sie nicht sicher sind, was Metadaten sind, dabei handelt es sich um alles, was mit einem Anruf oder einer Internetverbindung zusammenhängt.

In Australien ist die Vorratsdatenspeicherung jedoch schwierig zu implementieren. Warum? Da australische ISPs nicht gesetzlich verpflichtet sind, eine Lizenz zu besitzen, weiß niemand, wie viele Anbieter es wirklich gibt. Das Amt für Statistik hatte 77 ISPs mit mehr als 1.000 Abonnenten registriert. Auf der anderen Seite gibt es nach Schätzungen über mindestens 250 bis hin zu vielleicht mehr als 500.

Das bedeutet nicht, dass Sie das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung unterschätzen sollten. Eventuell wird eine Lösung gefunden und weitere Benutzerdaten werden protokolliert.

Vorratsdatenspeicherung in den USA

Zwar gibt es in den USA kein verpflichtendes Gesetz zur Aufbewahrung von Daten, jedoch erfasst die NSA Internet-Metadaten  für bis zu 1 Jahr in ihrer MARINARA-Datenbank. Hier ist das Interessante daran – sie zeichnen nicht nur die Daten US-amerikanische Internetnutzer auf – sie erfassen Metadaten weltweit. Die NSA sammelt auch Metadaten über das PRISM-Programm, welches einige Internet-Giganten in den USA einschließt.

Abgesehen davon erfordert das Stored Communications Act (SCA), welches 1986 als Teil des Datenschutzgesetzes für elektronische Kommunikation erlassen wurde, eine Datenspeicherung von bis zu 180 Tagen auf Anfrage der Regierung. Die Anbieter können private Informationen im Notfall auch freiwillig offenlegen, wenn eine Verzögerung einer solchen Offenlegung eine Person oder eine Gruppe von Personen in Gefahr bringt.

Data Center

Darüber hinaus ist der Zugriff auf digitale Inhalte nur mit einer gerichtlichen Anordnung zulässig. Es gibt jedoch einige spezifische Informationen (z. B. Namen, Adressen, Telefonnummern oder Aufzeichnungen von Anrufen), die nur mit einer expliziten administrativen Vorladung abgerufen werden können.

Ein weiteres großes Problem das Internetnutzer in den USA betrifft ist, ob die von ihrem ISP protokollierten Daten an Werbetreibende verkauft werden oder nicht. Anscheinend können ISPs in den USA dies tatsächlich tun.

Vorratsdatenspeicherung in China

In China gibt es keine speziell festgelegten Aufbewahrungszeiten für Daten, was es der Regierung leicht macht, Benutzerdaten auf natürliche Weise zu missbrauchen. Trotzdem sind die Dinge in diesem Fall nicht so trostlos wie es scheint – laut Chinas Cyber-Security-Gesetz haben Bürger das Recht, die Löschung der Daten zu verlangen, wenn dies gegen das Gesetz verstößt und sie müssen auch ihre Zustimmung erteilen, bevor die Daten weiter verarbeitet werden können.

Es gibt jedoch immer noch Grund zur Sorge, ob Sie in China leben oder nur einen Besuch planen. Das Cyber-Security-Gesetz legt eindeutig fest, dass Daten auf lokalen Servern gespeichert werden müssen, die nach chinesischem Recht geregelt sind. Unternehmen müssen auf Verlangen auch mit Sicherheitsbehörden „zusammenarbeiten“. Außerdem verwenden chinesische ISPs wahrscheinlich tiefe Paket Analysen, um so viele Informationen wie möglich über die Benutzerverbindungen zu protokollieren.

Wie können Sie sich vor der Vorratsdatenspeicherung schützen

Sie können die verpflichtende Vorratsdatenspeicherung nicht zu 100% verhindern (es sei denn, Sie leben nur Offline). Es gibt jedoch zwei Möglichkeiten, einige der Informationen zu reduzieren, die von ISPs und staatlichen Überwachungsbehörden protokolliert werden:

  1. Verwenden Sie Tor (The Onion Router)
  2. Verwenden Sie ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk)

Tor ist ein anonymes Netzwerk, bei dem der Internetverkehr zwischen mehreren Relais übertragen wird, um die Nachverfolgung zu erschweren. Es ist zwar ein nützlicher Dienst, aber es gibt einen großen Fehler: Das Ausgangsrelais (das letzte Relais, welches Ihre Daten durchlaufen, bevor diese an den Bestimmungsort gelangen) hat keine Verschlüsselung. Das bedeutet, dass die Person, die das Relais betreibt, in Ihrem Datenverkehr schnüffeln kann und ihr ISP kann dasselbe tun.

Ein VPN ist die bessere Wahl, da Ihre Verbindungen zu jeder Zeit verschlüsselt werden. Grundsätzlich ist der Datenverkehr zwischen Ihrem Gerät und dem VPN-Server für ISPs und staatliche Überwachungsbehörden völlig unlesbar.

protect from computer viruses

Darüber hinaus verhüllt ein VPN Ihre IP-Adresse und ersetzt sie durch die Adresse des VPN-Servers. Dadurch ist es für jeden viel schwieriger, Ihren Standort zu ermitteln.

Alles in allem ist es besser, hauptsächlich ein VPN zu verwenden und es mit Tor zu verbinden, wenn Sie die Datensicherheit zusätzlich steigern möchten.

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Dann sind Sie bei uns genau richtig – CactusVPN bietet eine leistungsstarke AES-Verschlüsselung, mit der sichergestellt wird, dass niemand Ihre Online-Aktivitäten ausspionieren kann. Darüber hinaus verwenden wir eine gemeinsame IP-Technologie auf unseren Hochgeschwindigkeits-Servern, um es einem ISP oder einer Überwachungsbehörde nahezu unmöglich zu machen, Ihr Online-Verhalten mit Ihrer IP-Adresse in Verbindung zu bringen.

Ach ja und machen Sie sich keine Sorgen über die Vorratsdatenspeicherung Ihrer Daten. Wir haben eine strikte Nicht-Protokollierungs-Richtlinie. Außerdem ist ein verbesserter Online-Datenschutz nur ein paar Klicks entfernt, da unsere VPN-Apps sehr benutzerfreundlich sind und auf mehreren Geräten gleichzeitig funktionieren. Plus, unser VPN funktioniert auch gut mit einem Tor.

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Fazit

Obwohl die Gesetze zur Datenaufbewahrung von Land zu Land sich unterscheiden, verfolgen diese alle dasselbe Ziel: mehr staatliche Kontrolle über Ihre Internetdaten und Ihre Freiheit. Glücklicherweise gibt es eine Möglichkeit sich zu wehren: Verwenden Sie ein VPN, um Ihre gesamte Online-Kommunikation zu verschlüsseln.

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Von
Tim hat über 4 Jahre lang Inhalte und Texte für den Lebensunterhalt geschrieben und befasst sich seit mehr als 2 Jahren mit den Themen VPN, Datenschutz im Internet und Cybersicherheit. Er hält sich gerne über die neuesten Nachrichten zum Thema Datenschutz im Internet auf dem Laufenden und hilft Menschen dabei, neue Wege zu finden, um ihre Online-Rechte zu sichern.